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Donnerstag / 31.August 2006 - "instrumental, electronic"
Zeitspiel
Einlass 19:30 - Beginn 20:00
Carter Williams (Viola d'amore, Laptop)
Maik Hester (Akkordeon/ indisches Harmonium, Laptop)
Tom Johnson: Hexagons (2005) für Akkordeon solo
Cathy van Eck: voor viola d'amore (2003) für Viola d'amore und Live-Elektronik
Erik Janson: Zeitspiel (2006) für Viola d'amore und Akkordeon (auch indisches Harmonium)
Maik Hester: ABAKUS (2004|2006), Version für Viola d'amore und Sequencer, UA.
Johannes Fritsch: Violectra Paraphrase (2003) für Viola d'amore und Elektronik
Carter Williams: Cupids Dreams (2005/2006) für Viola d'amore und Live-Elektronik
Peter Gahn: ink, colours and gold on paper II - surroundings 1 für Akkordeon und Elektronik
"Zeitspiel"
die beiden Musiker entführen mit ihrer ungewöhnlichen, klanglich reizvollen Besetzung in
verschiedene Klangwelten, in diverse Formen der musikalischen Zeitwahrnehmung und in
Varianten des "Spiels", d.h. der Spieltechniken ihrer Instrumente. Erik Jansons "Zeitspiel"
arbeitet mit kontrastiven Formen der Zeitwahrnehmung, während Tom Johnsons "Hexagons", dem Interpreten Freiräume lassend, eher ein kreisendes Zeitgefühl vermitteln.
In Maik Hesters "Abakus" liefert ein antikes Rechenbrett, der Abakus, die Strukturen und
kompositorischen Regeln der Zeitgestaltung. Carter Williams widmete sich in "Cupids
dreams" der klanglichen Erforschung und elektronischen Bearbeitung der zarten
Resonanzgeräusche der Viola d amore, die durch den sogenannten Ž "Liebeskopf" der Viola
dŽamore, auch "Cupido" genannt, verstärkt werden. Daher der Titel "Cupids dreams".
Ähnlich wie Cathy van Ecks Werk, arbeitet Fritschs "Violectra Paraphrase" mit Formen
der elektronischen Verfremdung und Überspitzung des reichen Resonanzklanges der Viola
dŽamore. In Fritschs Werk kommt die kommt hinzu, dass der Musiker spieltechnisch an
seine physischen Grenzen gehen soll. In Peter Gahns neuer, live-elektronischer
Surroundings"-Version seines Solowerkes "ink colours and gold on paper II" geht es um
Formen der Live-Interaktion zwischen Akkordeonist und Computer. Der Klangregisseur
wird selbst zum spielenden, flexibel reagierenden Kammermusikpartner auf der Bühne,
dank eines vom Komponisten programmierten Computerprogramms.

Carter Williams | Viola d'amore, Laptop
kommt ursprünglich aus San Antonio, Texas. Als Komponist und Interpret konzentriert sich
Carter auf neue und experimentelle Musik. Inspiriert von neuen Klängen und neuartigen
Auffürhungssituationen hat Carter sich in seinen neueren Kompositionen mit der Erweiterung
der Instrumental-Spieltechniken, außergewohnliche Instrumenten, Improvisation, reiner
Intonation/Mikrotonalität und Live-Elektronik auseinandergesetzt.
Als Interpret hat er sich auf traditionell notierte Musik, grafische Partituren, freie Improvisation
und Barockmusik spezialisiert. Er spielt hauptsächlich Violine und Viola d'amore. Er ist
Mitbegründer des Ensembles Schallspiel (Köln), des Trios Williams-Sack-Whitman (Buffalo,
NY) und des Ensembles Augenmusik (Buffalo,NY). Er tritt regelmäßig mit dem
Wandelweiser-Komponisten-Ensemble (Düsseldorf) auf. Carter arbeitet auch im Bereich
Klangregie und Computermusik. Im Sommer 2003 besuchte er die stage de composition et
d'informatique musicale bei Ircam (Paris). Er ist zur Zeit tätig als Software-Entwickler für den
Thürmchen Verlag Köln, wo er Live-Elektronik-Systeme für Stücke von Carola Bauckholt und
Caspar Johannes Walter entwicklt hat. Als „Laptop-Musiker” ist er bei Konzerten mit dem
Kandadianischem Flötist, Derek Charke, Schlagquartett Köln und dem cello trio blu in den
Niederlanden und Deutschland aufgetreten.
Von 1994-1998 studierte er Komposition an der Rice University, Houston, wo er den
Bachelors-Abschluss cum laude erhielt. Von 1998-1999 machte er ein Zusatzstudium der
Musikwissenschaften an der TU Dresden. In 2003 schloß Carter den Dr.Phil. an der State
University of New York in Buffalo ab, wo er bei Erik Oña und David Felder studierte. Seine
Kompositionen wurden von zahlreichen international bekannten Ensembles und Solisten
aufgeführt: Thürmchen Ensemble (Deutschland), Trio Phoenix (Belgien/Canada), Camps
d’action (Belgien), Corrado Canonici (Kontrabass), das Hauschka Ensemble (2 Barytone), das
Quatour Bozzini (Montreal), Garth Knox (Viola d’amore), Schlagquartett Köln und June in
Buffalo Festival (USA).
Zur Zeit lebt Carter in Köln.
http://www.carterwilliams.us

Maik Hester| Akkordeon/ indisches Harmonium, Laptop
freischaffender Konzertakkordeonist aus Dortmund, hat sich
auch international längst einen Namen als Spezialist für Neue
Kammermusik gemacht, bereits mehrere Festivals vernastaltet
und dort mit Komponisten wie Mauricio Kagel und Tom
Johnson zusammengearbeitet.
Als künstlerischer Lehrbeauftragter der Universität Dortmund, leitet er das Ensemble für Neue Kammermusik an der Universität Dortmund, und arbeitet an einer musikwissenschaftlichen
Dissertation über neue Kammermusik mit Akkordeon.
Auch außerhalb der Neuen Musik ist Maik Hester ein gefragter Bühnen-, Studio- und Live-Musiker in Ensembles wie im Duo Tanguango, sowie im Ensemble Nigun mit künstlerisch
ausgereifter Klezmermusik , der viruosen Unterhaltungsmusik von Barfly und seiner Band
Heuboys
http://www.maikhester.net
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